Von der Baracke
zum
Theater Pavillon

Von der Baracke zum Pavillon

 

2018 feierte der Theater Pavillon Luzern am Spelteriniweg sein 10-jähriges Bestehen. Heute besuchen 25'000 Personen im Jahr den Theater Pavillon, und er ist konstant hoch mit durchschnittlich 85% ausgelastet. Er dient im Wesentlichen der Bevölkerung der Stadt Luzern, welche rund vier Fünftel der Nutzenden ausmacht. Mit den jährlich 18‘000 Gästen ist der Pavillon in der Stadt und Region Luzern fest verankert und erfreut sich in seinem Betrieb und Grösse einer grossen Nachfrage.

Neben dem Produktions- und Probebetrieb finden rund 180 öffentlichen Veranstaltungen im Theater Pavillon statt. Er wird überdies auch für private Anlässe, für Kurse, Schulungen und Versammlungen genutzt.

Der Theater Pavillon wird durch die beiden Trägervereine Luzerner Spielleute und VorAlpentheater getragen, verantwortet und geleitet. Sie bilden zusammen eine einfache Gesellschaft. Ein Vertrag regelt diese Zusammenarbeit sowie Rechte und Pflichten der beiden Trägervereine.

 


Das Haus – eine Erfolgsgeschichte mit Zukunft

Vom Spielleute Pavillon 1 + 2  zum Theater Pavillon Luzern
1980 schreibt die Gemeinde Horw einen Holzpavillon zum Verkauf aus. Die Luzerner Spielleute erwerben diesen Pavillon und bauen ihn mit vereinten Kräften ab. Er wird vorerst auf dem Gelände des alten Werkhofs zwischengelagert.

Noch im selben Jahr teilt die Stadt Luzern mit, dass sie für den Pavillon kein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen kann. Zähe Verhandlungen führen 1981 zum Erfolg. Der Pavillon darf an der Bürgenstrasse erstellt werden. 1983 wird er eingeweiht.

1991 der Albtraum: Der Pavillon brennt vollständig nieder. Die Lichttechnik, der Kostümfundus der Sternsinger und das gesamte Mobiliar werden vernichtet.

Die Stadt Luzern sichert den Boden an der Bürgenstrasse bis 2005 zu. Die Brandversicherung zahlt, wenn innert drei Jahren ein neues Gebäude erstellt wird. Die Luzerner Spielleute wagen es und bauen einen Pavillon in Leichtbauweise, ähnlich der alten Holzkonstruktion. 1993 wird er eingeweiht. Der Verein muss sich allerdings stark verschulden.

Neben den eigenen Veranstaltungen der Spielleute wie Theaterkurse, Theaterprojekte und Sternsingen wird der Pavillon von vielen anderen Kulturschaffenden der gesamten Region genutzt. Dank seiner idealen Grösse ist er als optimale Ergänzung zum bestehenden Kulturraumangebot der Stadt Luzern unbestritten. Er hat sich zu einem der gefragtesten Kulturräume der Region entwickelt.

Von der Überbauung Tribschenstadt ist auch der Standort des Spielleute Pavillons betroffen; er soll 2005 abgebrochen werden. Frühzeitig treten die Luzerner Spielleute mit der Stadt in Verhandlungen, damit die Idee Pavillon nach Ablauf des Baurechtsvertrags 2005 gesichert ist und weiterbestehen kann.

Nach dem einstimmigen Parlamentsentscheid der grosse Moment:
Am 26.11.2004 unterzeichnen Stadtpräsident Urs W. Studer (links) und der damalige Stadtschreiber den Baurechtsvertrag. Die Luzerner Spielleute bekommen für den Neubau von der Stadt Luzern das Grundstück am Spelteriniweg 6, für 40 Jahre unentgeltlich.


Der Neubau
Theater Pavillon Luzern

Anstelle des vorgesehenen eingeschossigen Pavillons planen die Luzerner Spielleute gemeinsam mit dem neu gegründeten Theater Studio/VorAlpentheater ein neues, dreigeschossiges Theaterhaus.
Die Finanzierung des Neubaus erweist sich als grosse Herausforderung und fordert dem Finanzierungsteam und der Baukommission tausende Stunden Fronarbeit ab. Im Frühling 2007 wird der Bauentscheid, trotz fehlenden 300'000 Franken gefällt. Im August 2007 beginnen die Bautätigkeiten.

 

Am 28.08.2007 findet die Grundsteinlegung für den neuen Theater Pavillon statt: von links Ferdinand Maeder, Reto Ambauen (VorAlpentheater) sowie Maggie Imfeld und Thomy Büchler (Luzerner Spielleute)

Im Mai 2008 eröffnen die «Luzerner Schultheatertage» den zentral gelegenen Theater Pavillon Luzern im Luzerner Tribschenquartier. Im Haus befinden sich ein Theatersaal mit Garderobe, drei Proberäume, ein Büro, ein kleiner Theaterfundus, eine Bar mit Foyer und Küche. Die Kulturfläche konnte, im Vergleich zum alten Spielleutepavillon von 1993, verdreifacht werden.

Der neue Kulturwerkplatz und Begegnungsort erfreut sich schnell grosser Beliebtheit. Die Räumlichkeiten im ganzen Haus werden weiterhin zu guten Konditionen vor allem an Kulturschaffende, mehrheitlich aus der Stadt und Agglomeration Luzern, zur Verfügung gestellt.

Die Erstellung des Neubaus war ein immenser Kraftakt und ein Kulturleistung der Luzerner Spielleute und des VorAlpentheaters. Der gesamte Innenausbau des Hauses wurde von über 70 Helferinnen und Helfer während eines halben Jahres unentgeltlich durchgeführt. Die öffentliche Hand und mehr als 400 Institutionen und Privatpersonen haben mitgeholfen, damit der neue Theater Pavillon Luzern gebaut werden konnte.

Am Morgen danach hat die pädagogische Hochschule mit ihren  Schultheatertagen den neuen Pavillon in Beschlag genommen.

Weit nach Mitternacht, nach den letzten Baureinigungsarbeiten.
Von Links: Ferdinand Maeder, Maggie Imfeld sowie Reto Ambauen


Der Theater Pavillon Luzern - unser Selbstverständnis

Der Theater Pavillon Luzern ein Kulturhaus mit Schwerpunkt Theater. Er eignet sich als Probe- und Aufführungsort für diverse kulturelle Aktivitäten: Theater, Tanz, Musik. Die beiden Trägervereine Luzerner Spielleute und VorAlpentheater nutzen die Räumlichkeiten für ihre eigenen Produktionen und kulturellen Aktivitäten und stellen Kulturschaffenden aus der ganzen Region Probe- und Kulturraum zu günstigen Konditionen zur Verfügung. Er steht grundsätzlich allen Kulturschaffenden offen. Zudem eignet sich das multifunktional nutzbare Haus neben Theater und Tanz auch bestens für:

- Musik und Konzerte
- Seminare
- Vereinsanlässe
- Generalversammlungen
- Tagungen
- Kurse

Das Programm des Hauses setzt sich aus den verschiedenen Nutzern des Theater Pavillons  zusammen. Es gibt keinen Kurator oder eine Intendanz – das Kulturhaus positioniert sich somit nicht über die Inhalte, sondern über die Infrastruktur und bietet so kulturellen Freiraum.
Der Theater Pavillon arbeitet eng zusammen mit dem städtischen Jugendkulturhaus Treibhaus. Wir stehen in regem Kontakt mit unserer Nachbarschaft und bemühen uns aktiv um ein gutes Klima im Quartier. Das Kulturhaus entwickelt sich auch mehr und mehr zum Quartiertreffpunkt.

 

Das Haus soll für weitere 30 Jahre als Probe- und Produktionsstätte sowie als Aufführungsraum zur Verfügung stehen. So soll der so wichtige Gestaltungs- und Kulturraum auch der nächste Generation erhalten bleiben.