Die Geschichte

In den vielen Jahren wurde unser Verein immer wieder neu erfunden. Zusätzliche Angebote kamen dazu. Einmal brannte unser erster Theater Pavillon nieder. Bis wir schliesslich 2008 mit unseren Kolleg*innen vom VorAlpentheater den heutigen, dritten Theater Pavillon gebaut haben und diesen fleissig bespielen. Unser Verein besteht aus vielen Menschen jeden Alters und jeder Herkunft.

1500
Die Wurzeln

Die Wurzeln der Luzerner Spielleute reichen in das 15. Jahrhundert zurück. Die Bruderschaft zur dörnigen Krone, die älteste bekannte Spielergemeinschaft Europas spielte seit 1470 alle fünf Jahre auf dem Weinmarkt die Passion und Mysterienspiele.

1924
Dr. Oskar Eberle

Nach Jahren der Vergessenheit wurde die Bruderschaft 1924 durch Dr. Oskar Eberle erneuert. Die Geistlichen Spiele Luzerns vor der Hofkirche mit z. t. über 100 Mitwirkenden wurden wieder über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

1934
Die grosse Zeit

Aus der Bruderschaft wurden 1934 die Luzerner Spielleute ausgegliedert, mit dem Ziel, neben dem religiösen auch das profane Theater zu pflegen unter dem Patronat der Bekrönungsbruderschaft und unter der Regie Oskar Eberles erlebten die Luzerner Spielleute ihre grosse Zeit.

1960
Herausforderungen

Während die ersten 25 Jahren von der Persönlichkeit des Gründers geprägt waren, hatten die Spielleute zu Beginn des zweiten Viertelhunderts die nicht leichte Aufgabe auf eigenen Beinen zu stehen. Das war kein leichtes Unterfangen, weil sich die Gruppe so quasi wieder am Anfang befand. Ein grosses Finanzloch machte die Sache nicht einfacher. Man suchte neue Möglichkeiten, man wollte etwas unternehmen. Die Idee mit einem Kabarett-Programm auf die Bühne zu gehen wurde ab 1960 verwirklicht. Der Erfolg war gross, innerhalb von sechs Jahren konnte der Schuldenberg abgebaut werden.

1970
Eine neue Generation

Anfangs der 70er Jahre versuchte eine neue Generation innerhalb der Spielleute an die alte Tradition der Freilichtspielaufführungen anzuknüpfen. Die traditionelle äussere Form sollte den Rahmen für die Verwirklichung eigener zeitgerechter Theaterideen bieten.

1972
Kurt J. Schildknecht

In Kurt J. Schildknecht, ehemaliger Schauspieler am Stadttheater Luzern, fand man einen initiativen Regisseur für den Neubeginn. Mit der Ballade vom Eulenspiegel, Vom Federle und der dicken Pompanne traten die Spielleute am 5. August 1972 im Münzgässli zu ersten Mal wieder vors Luzerner Publikum. Den meisten war der Name der Spielleute zu diesem Zeitpunkt unbekannt — über Nacht wurde er zum Stadtgespräch. Mit ihrer Theaterarbeit wollten sich die Spielleute sozial- und zeitkritisch engagieren. Engagement war auch für die Wahl aller in den nächsten Jahren folgenden Stücke ausschlaggebend. Kurt J. Schildknecht, Spielleute-Regisseur der neuen Aera verstand es im besonderen Masse, Spontanität und Spielfreude von Laienspielern in die Theaterarbeit. Mehr dazu im Innerschweizer Kultur-Almanach 1976 (PDF)

1980
Holzpavillon

1980 schreibt die Gemeinde Horw einen Holzpavillon zum Verkauf aus. Die Luzerner Spielleute erwerben diesen Pavillon und bauen ihn mit vereinten Kräften ab. Er wird vorerst auf dem Gelände des alten Werkhofs zwischengelagert. Noch im selben Jahr teilt die Stadt Luzern mit, dass sie für den Pavillon kein geeignetes Grundstück zur Verfügung stellen kann. Zähe Verhandlungen führen 1981 zum Erfolg.

1983
Einweihung des 1. Theater Pavillons

1991
Der Brand

Der Pavillon brennt vollständig nieder. Die Lichttechnik, der Kostümfundus der Sternsinger und das gesamte Mobiliar werden vernichtet.
Die Stadt Luzern sichert den Boden an der Bürgenstrasse bis 2005 zu. Die Brandversicherung zahlt, wenn innert drei Jahren ein neues Gebäude erstellt wird. Die Luzerner Spielleute wagen es und bauen einen Pavillon in Leichtbauweise, ähnlich der alten Holzkonstruktion.

1993
Der 2. Pavillon wird eingeweiht.

Der Verein muss sich allerdings stark verschulden.

2004
Unterzeichnung des Baurechtsvertrags

Von der Überbauung Tribschenstadt ist auch der Standort des Spielleute Pavillons betroffen; er soll 2005 abgebrochen werden.

Frühzeitig treten die Luzerner Spielleute mit der Stadt in Verhandlungen, damit die Idee Pavillon nach Ablauf des Baurechtsvertrags 2005 gesichert ist und weiterbestehen kann. Nach dem einstimmigen Parlamentsentscheid der grosse Moment:
Am 26.11.2004 unterzeichnen Stadtpräsident Urs W. Studer (links) und der damalige Stadtschreiber den Baurechtsvertrag. Die Luzerner Spielleute bekommen für den Neubau von der Stadt Luzern das Grundstück am Spelteriniweg 6, für 40 Jahre unentgeltlich.

2007
Grundsteinlegung für den neuen Pavillon

Anstelle des vorgesehenen eingeschossigen Pavillons planen die Luzerner Spielleute gemeinsam mit dem neu gegründeten Theater Studio/VorAlpentheater ein neues, dreigeschossiges Theaterhaus.
Die Finanzierung des Neubaus erweist sich als grosse Herausforderung und fordert dem Finanzierungsteam und der Baukommission tausende Stunden Fronarbeit ab. Im Frühling 2007 wird der Bauentscheid, trotz fehlenden 300’000 Franken gefällt. Im August 2007 beginnen die Bautätigkeiten.

Am 28.08.2007 findet die Grundsteinlegung für den neuen Theater Pavillon statt: von links Ferdinand Maeder, Reto Ambauen (VorAlpentheater) sowie Maggie Imfeld und Thomy Büchler (Luzerner Spielleute)

2008
Eröffnung des Theater Pavillons Luzern

Im Mai 2008 eröffnen die «Luzerner Schultheatertage» den zentral gelegenen Theater Pavillon Luzern im Luzerner Tribschenquartier. Im Haus befinden sich ein Theatersaal mit Garderobe, drei Proberäume, ein Büro, ein kleiner Theaterfundus, eine Bar mit Foyer und Küche. Die Kulturfläche konnte, im Vergleich zum alten Spielleutepavillon von 1993, verdreifacht werden.

2013
Gründung der Luzerner Stachelbeere

Auf Grund unseres neuen Spielleute Pavillons (Theater Pavillon) mit sehr viel mehr Platz als vorher, wurde beschlossen, auch für unseren Nachwuchs zu sorgen. Es entstand die «Luzerner Stachelbeere», das Kinder- Jugend- und Familientheater der Luzerner Spielleute.

Foto: Gespräch mit unserem ersten Regisseur Lukas Müller.
Erste Produktion: Das magische Licht

2015
Gründung der Luzerner Bewegschaft

An der GV 2015 wurde innerhalb der Spielleute die Gründung eines Tanz- und Bewegungstheaters genehmigt. Daraus entstand die Luzerner BewegSchaft.

2018
Gründung des Luzerner Kinderclubs der Spielleute

Im Jahre 2018 meldeten sich bei der Luzerner Stachelbeere viel zu viele Kinder an.
Man wollte diese interessierten Kinder nicht einfach auf ein nächstes Jahr vertrösten.
So entstand mit ihnen über die Sommerferien 2018 spontan der Kinderclub.

2018
10 Jahre Theater Pavillon

Das Haus soll für weitere 30 Jahre als Probe- und Produktionsstätte sowie als Aufführungsraum zur Verfügung stehen. So soll der so wichtige Gestaltungs- und Kulturraum auch der nächsten Generation erhalten bleiben.

2024
90 Jahre Spielleute

 

mit der Jubiläumsproduktion
„Sold Out“

2024

90 Jahre Jubiläum

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